Wie viel Diversifikation brauchst du?

Immer wieder lese ich: „Du musst diversifizieren, um langfristig erfolgreich zu sein“. Doch was versteht man eigentlich unter dieser Diversifikation und warum soll sie notwendig sein? Diesen Fragen möchte ich heute auf den Grund gehen.

Inhaltsverzeichnis

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Im Grunde bedeutet eine Diversifizierung im Portfolio nicht mehr als eine „Streuung“ der Investitionen. Die Streuung kann oberflächlich auf unterschiedliche Anlageklassen, wie ETFs, Fonds und Aktien erfolgen, oder in einer Anlageklasse auf unterschiedliche Branchen. Investierst du dein gesamtes Geld in eine Einzelaktie, bist du an den Kursverlauf dieser Aktie gebunden und gehst mit deiner Investition folglich ein sehr großes Risiko ein. Je mehr du deine Investitionen streust, desto weniger Risiko gehst du mit deinem gesamten Portfolio ein.

Die Verringerung des Risikos durch eine niedrigere Schwankungsbreite hat natürlich auch zur Folge, dass die Schwankungen nach oben kleiner werden können. Verluste und Gewinne deiner Anlagen werden gegeneinander aufgerechnet und ergeben (je nach Verteilung und Gewichtung) einen Durchschnittswert. Dieser stabilisiert sich durch breitere Diversifizierung.

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Niemand kann dich zwingen, deine Investitionen zu streuen. Wenn du lieber ein höheres Risiko fahren möchtest, kannst du dich auch auf wenige Einzelaktien konzentrieren. Alternativ bietet sich auch eine Mischung aus „sicheren“ Anlageklassen wie ETFs oder breit gestreuten Fonds und Einzelaktien an.

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ETFs spiegeln einen Aktienindex wieder und sind daher von Haus aus diversifiziert, da sie in eine Vielzahl von Aktien investieren. Die Anzahl und Auswahl der Aktien kann aber stark variieren. Ein ETF auf den DAX zum Beispiel investiert in die 30 größten Unternehmen in Deutschland, der S&P500 in die 500 größten Unternehmen der USA und der MSCI world in über 1600 Unternehmen auf der ganzen Welt. Geht es Deutschland wirtschaftlich schlecht, wird sich das auch im DAX wiederfinden, im MSCI- World aber nicht. Zudem gibt es Branchen orientierte ETFs, die zwar in sehr viele Unternehmen, aber sehr ähnlich spezialisierte Unternehmen investieren. Ein solcher ETF fällt und steigt mit dem Verlauf der jeweiligen Branche und birgt daher ebenfalls ein größeres Risiko. Zudem gibt es auch Aktien wie die Danaher Corporation, zu denen mehrere hundert Unternehmen gehören, wodurch es auch hier zu einer guten Diversifizierung kommt.

Wir können also festhalten, dass die meisten ETFs besser diversifiziert sind als Einzelaktien, in ihrem Risiko dennoch starke Differenzen aufweisen können (weitere Informationen über ETFs findest du hier).

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Auf diese Frage gibt es per se keine Antwort. Wie bereits erwähnt, ist die Auswahl von dir selbst, deiner Risikobereitschaft und natürlich deinem Kapital abhängig. Einzelinvestitionen sollten mindestens 1000€ groß sein, damit auch Teilverkäufe in der Zukunft möglich sind. Insgesamt würde ich möglichst 10 bis 20 unterschiedliche Anlagen in Form von Mischfonds, Aktienfonds, ETFs und Aktien im Depot halten. Die jeweilige Verteilung hängt vom Risiko ab. Eine bekannte Formel für den Aktienbestand gibt an: 100- dein Alter = prozentualer Anteil an Aktien im Portfolio. Im steigenden Alter sollte nach dieser Formel der Anteil an Aktien sinken. Wie du diese Formel interpretierst, bleibt dir überlassen. Ich selber orientiere mich an einer 50/50 Regel und halte nur die Hälfte meines Geldes in Aktien, die andere Hälfte in ETFs und Fonds. Ist dein Anlagevolumen kleiner, solltest du dich eher auf weniger Positionen beschränken, als jede Position mit nur wenigen hundert Euros zu kaufen, da ansonsten die anfallenden Transaktionsgebühren zu hoch sind.

 
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