Passives Einkommen – So geht es richtig

Hast du jetzt auf diesen Artikel geklickt, weil du ein regelmäßiges passives Einkommen erhalten möchtest, ohne etwas dafür zu tun, dann muss ich dich eintäuschen. Im Leben gibt es selten etwas geschenkt und vor allem kein Geld. In diesem Sinne finde ich die Bezeichnung „passives Einkommen“ schon fehl- formuliert, da „passiv“ suggeriert, dass ich ein Einkommen ohne Einsatz erhalte. Viel treffender ist aus meiner Sicht die Bezeichnung: „Einkommen, das ich erhalte, indem ich in Vorleistung gehe oder mich einem größeren Risiko aussetze“. Leider keine schnittige Bezeichnung, von der Bedeutung aber wesentlich korrekter. Wie du dir selber so ein passives Einkommen aufbauen kannst, möchte ich dir im Folgenden darlegen.

Inhaltsverzeichnis

Formen von passivem Einkommen

Wenn du auf Google nach passivem Einkommen suchst, wirst du eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten gelistet bekommen, um Geld zu verdienen. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen, die ich erstmal in die Gruppen „mit Kapital“ und „ohne Kapital“ gliedern möchte. Dabei werde ich jedes Thema nur anreißen. Ggf. kommen zu einzelnen Themen demnächst weitere Artikel.

1. Durch Kapital und Investitionen

Natürlich kannst du durch den Einsatz deines Kapitals ein Einkommen generieren das du als passives Einkommen verbuchen kannst. Dafür brauchst du natürlich ein gewisses Kapital, damit es wirklich lohnenswert wird. Hast du dieses Kapital nicht, gibt es den Risikoweg über Kredite, von dem ich dir aber deutlich abraten möchte, gerade wenn du unerfahren bist.

1.1 Aktien und Dividenden

Kapital in Aktien kann dir eine Dividende verschaffen. Diese wird in einem regelmäßigen Abstand durch das Unternehmen ausgezahlt. Hier darfst du aber nicht vergessen, dass auch eine Dividende nie sicher sein kann, da es sich um eine freiwillige Zahlung des Unternehmens an seine Aktionäre handelt. Natürlich sind Unternehmen, die schon seit vielen Jahrzehnten eine steigende Dividende (Dividendenaristokraten) auszahlen grundsätzlich sicherer als solche, die nur selten und ungleiche Dividenden zahlen, dennoch zeigen die aktuellen Geschehnisse, dass auch solche Unternehmen im Ernstfall die Dividende streichen. Weitere Informationen über die Dividendenstrategie findest du hier.

Auch durch den Verkauf von Aktien kannst du Geld verdienen, sollten sich diese rentabel entwickeln. Diese Form von Einnahmen sind allerdings unregelmäßig und sollten deinem Einkommen nicht zugerechnet werden. Gerade am Anfang ist es auch meist nicht das Ziel direkt das erwirtschaftete Geld zu nutzen, da es durch Wiederanlage zum Wachstum beitragen soll.

Ab einer entsprechenden Größe ist es durch Dividenden und Verkäufe durchaus möglich von dem Geld auch zu leben. Ein gutes Beispiel dafür ist der Bergfahrten Blog. Interessierst du dich für das Thema, dann guck dort doch mal vorbei.

Um also durch die Investition in Aktien ein passives Einkommen auszubauen, musst du bereits vorhandenes Kapital investieren. Dafür ist es unabdingbar, dass du dir das notwendige Know-how aneignest und gerade zum Beginn viel Zeit ins Lernen und Üben investierst!

1.2 Immobilien

Immobilien sind das klassische Beispiel um ein passives Einkommen unter Zuhilfenahme eines Kredites zu erhalten. Ich bin kein Experte in dem Bereich Immobilien, da ich mich zwar mit der Verwaltung, aber nicht mit dem Kauf auskenne. Im Grunde generierst du dein passives Einkommen durch die Einnahmen an Mieten. Von den Netto-Einnahmen musst du die Kosten für Zinsen und Tilgung sowie eine Rücklagepauschale abziehen.

Damit du also Gewinne erzielen kannst, ist eine durchdachte Finanzierung notwendig. Zusätzlich musst du in den meisten Fällen wenigstens die Kaufnebenkosten durch dein eigenes Kapital decken können, die im etwa bei 10% der Gesamtsumme liegen. Kaufst du also eine Wohnung für 100.000 €, solltest du wenigstens 10.000 € Eigenkapital für die Investition erübrigen können. Durch mehr oder minder legale Tricks gibt es zwar Möglichkeiten die Nebenkosten zu umgehen, aber darum soll es hier nicht gehen. Um von der Bank überhaupt einen Kredit zu bekommen, muss deine Bonität allerdings auch stimmen.

Darüber hinaus ist nicht jede Immobilie gleich rentabel. Leerstand oder teure Renovierungen können schnell aus einem Gewinn einen Verlust machen. Um also Sicherheiten aufzubauen, musst du es machen wie bei den Aktien: Diversifizieren. Konkret musst du also am besten mehrere unterschiedliche Immobilien besitzen, die sich gegenseitig ausgleichen können, um ein sicheres Einkommen zu gewährleisten. Hast du bei der Finanzierung aber nicht richtig gerechnet, musst du mit Pech sogar noch etwas draufzahlen.

Da ich dir an dieser Stelle nur einen groben Überblick geben konnte, möchte ich dir den Blog Vermietertagebuch empfehlen. Hier erfährst du im Detail, wie aus dir ein Immobilieninvestor wird und welche Voraussetzungen du dafür mitbringen musst.

1.3 Peer to Peer Kredite (P2P- Kredit)

Bei Peer to Peer Krediten handelt es sich um Kredite zwischen Privatpersonen („peer to peer“ eng. für „von Privat- an Privatperson„). Im Grunde gewähre ich bei einem P2P- Kredit also einer anderen Person ein Darlehen, die dieses dann wieder an mich zurückzahlen muss plus anfallender Zinsen. Gehandelt werden diese Kredite auf unterschiedlichen Plattformen wie Bondora oder Mintos.

Wie kann ein P2P- Portfolio aussehen? An erster Stelle sollte eine Investition auf verschiedene Plattformen gestreut werden. Wie schon mehrfach erwähnt ist Diversifikation das Gebot der Stunde, wenn es um Risikominimierung geht. Darüber hinaus kann in unterschiedliche Kreditarten gestreut werden wie Konsum-, Immobilien-, Geschäfts- oder Mischkredite.

Ab welcher Summe kann ich in P2P investieren? Eine einzelne Position kann meist schon für wenige Euros eröffnet werden. Bondora erlaubt zum Beispiel schon Investitionen ab einem Euro. Damit können auch schon kleine Summen auf viele verschiedene Kredite verteilt werden.

Warum überhaupt verschiedene Kredite? Die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus dem einzigen Risiko von P2P. Krediten – dem Ausfall von Zahlungen. Je schlechter die Bonität einer Person ist, desto mehr Zinsen muss er für seinen Kredit zahlen bzw. desto mehr Zinsen erhälst du auf das Darlehen. Bleibt dann aber mal eine Zahlung aus, kann es sein, dass du das Geld nicht zurück erhälst. Daher solltest du dein Geld immer auf unterschiedliche Kredite und Risikoklassen verteilen.

Welche Rendite kannst du erwarten? Wie immer gilt: Je höher das Risiko, desto höher die mögliche Rendite. Mintos wirbt zum Beispiel mit einer durchschnittlichen Rendite von 11,8%.

Um ein sicheres passives Einkommen aufzubauen ist es also auch bei den P2P- Krediten sinnvoll über einen längeren Zeitraum eine größere Summe zu investieren. Solltest du dein gesamtes Kapital in P2P investieren? Die Mischung macht’s! Bevor du alles auf P2P- Kredite setzt würde ich dir eher empfehlen dein Geld auf verschiedene Anlageklassen gleichzeitig zu verteilen.

Ich selber habe bisher keine P2P- Kredite im Portfolio. Allerdings plane ich schon bald testweise in die ersten Plattformen zu investieren und mein Portfolio dahingehend etwas zu modifizieren. Wenn du mich dabei begleiten möchtest, dann kannst du diesen Blog abonnieren oder mir auf Instagram folgen.

2 Passives Einkommen ohne Kapital?

Natürlich gibt es auch viele Möglichkeiten ein passives Einkommen aufzubauen, ohne ein großes Kapital zu investieren. Die meisten davon sind allerdings mit viel Arbeit verbunden. Wie ich eingangs schon geschrieben habe musst du „in Vorleistung“ gehen. An Anfang hast du also erstmal sehr viel Arbeit und musst eine Grundlage schaffen, auf der du dann nach und nach aufbauen kannst. Ob sich deine Arbeit später auszahlt ist dabei nicht sichergestellt.

Solche Einkommen können zum Beispiel über YouTube oder einen eigenen Blog generiert werden. Hier musst du für deine Abonnenten einen Mehrwert schaffen, der für eine wachsende Anzahl an Konsumenten sorgt und die Leute zu dir wiederkommen lässt. Da Internetseiten allerdings nicht umsonst sind und YouTube eine gewisse Ausrüstung bedarf, ist dein Einkommen hier allerdings nicht ganz ohne Kapital möglich.

2.1 Spreadshirt und Merch by Amazon für passives Einkommen?

Seit Neuestem habe ich mich selber an den Verkauf von T-shirt Designs gewagt. Dafür erschaffe ich Designs aus Vektoren oder eigenen Zeichnungen und lade diese auf verschiedenen Seiten hoch. Vorteil dieser Methode ist, dass ich keine Kosten und Arbeit für das Drucken und den Versand der Produkte habe und „einfach nur Designen“ muss. Hört sich am Ende einfacher an als es ist, da die Designs ja auch gekauft werden müssen.

Wie diese Designs aussehen und wie sich dieses Geschäftsmodell entwickelt, werde ich dir in den nächsten Wochen in meinen Beiträgen berichten.

Fazit

Jeder hat die Möglichkeit ein passives Einkommen aufzubauen, aber nicht jeder ist bereit die nötige Arbeit zu investieren und sich das passende Wissen anzueignen. Welche Methode für dich die richtige ist, entscheidest du am besten, wenn du dich näher mit dem Thema befasst hast und dir ein eigenes Bild machen konntest.

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann lass es mich gerne in den Kommentaren wissen 🙂

5 Kommentare zu „Passives Einkommen – So geht es richtig

  1. Super Beitrag. Danke. Ja, ich denke auch über passives Einkommen nach, bzw. überhaupt eine weiteren Einkommens Quelle neben meinen 9 to 6 Job. Mir sind Sachen eingefallen wie: Zeitung austragen, Ebay Reseller und natürlich meine Meditationen. Spreadshirt hatte ich auch mal probiert. 10 Shirts hatte ich designed, kein einziges wurde verkauft. Shop wurde geschlossen. Vielleicht mache ich da aber auch nochmal einen neuen Versuch. Bin auf deine Ergebnisse gespannt.

    1. Freut mich, dass es dir gefällt 🙂
      Ich bin inzwischen auch über andere Portale aktiv wie Merch by Amazon und Redbubble, konnte aber erst wenig verkaufen. Ich muss dem ganzen wohl noch etwas Zeit geben denke ich. Bisher habe ich etwa 20 Designs hochgeladen. Mal sehen wie es es weiter entwickelt.

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